Weihnachten nach Hause kommen - Homecoming am Niederrhein

Familie und Freunde wiedersehen und alte Traditionen aufleben lassen. Weihnachten zurück nach Hause zu kommen, ist für viele Menschen am Niederrhein ein ganz besonderes Gefühl. Welle Niederrhein-Reporter Niklas Mimm hat mit ihnen darüber gesprochen.

Weihnachten bei Oma in Polen

Lena Roloff kommt zum Beispiel aus Tönisvorst und fährt jedes Jahr über Weihnachten zu ihrer Oma nach Polen. Das gehört für sie zu Weihnachten genauso dazu wie all die Traditionen, an denen ihre Familie festhält. Zum Beispiel bleibt an der gedeckten Weihnachtstafel immer ein Platz frei - symbolisch für jemanden, der Weihnachten alleine ist. Außerdem werden polnische Weihnachtslieder gesungen. Und wenn es dann auch noch schneit, geht es zusammen mit dem Schlitten raus. All das macht das Weihnachtsfest für Lena perfekt.

© Welle Niederrhein
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Zurück ins alte Kinderzimmer

Ganz so weit hat es Bernd Brasas nicht, wenn er pünktlich zu Weihnachten nach Hause fährt. Er lebt in Hannover und ihn trennen knapp 300 Kilometer von seinen Eltern in Krefeld. Die Strecke nimmt er jedes Jahr gern auf sich, um zusammen mit seinen Eltern die Weihnachtstage zu verbringen. Beide sind inzwischen über 90 Jahre alt. Bernds Kinderzimmer gibt es aber immer noch. Seit den 60er-Jahren hat sich dort nichts verändert - und so kommen alte Erinnerungen hoch.

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"Driving Home for Christmas"

Für Marco Rütten aus Willich fängt Weihnachten am letzten Arbeitstag vor Weihnachten an. Im Auto läuft "Driving Home for Christmas". Heiligabend geht es für ihn dann quer durch den Kreis Viersen, um seine Patentante in Nettetal-Hinsbeck zu besuchen. Am ersten Weihnachtstag sind seine Eltern in Breyell dran. Marco glaubt nicht, dass sich das jemals ändern wird. Das ist eine richtige Tradition - seit mittlerweile 51 Jahren.

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Wiedersehen am Bahnhof

Für Lars Salms ist es noch ein ganz neues Gefühl, so weit weg von zu Hause zu sein. Er ist in diesem Jahr von NRW nach Hamburg gezogen und freut sich jetzt sehr, die Weihnachtstage mit seinen Eltern, Geschwistern und Hunden zu Hause in Schwalmtal zu verbringen. Da gibt es dann erst mal eine dicke Umarmung und eine ganze Menge zu erzählen.

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Zuhause ist es doch am schönsten

Ihr Praktikum in Norwegen war eine tolle Erfahrung. Trotzdem kann Annika Lubowitzki es kaum erwarten, nach vier Monaten zurück nach Krefeld-Hüls zu kommen und Weihnachten mit ihren Liebsten zu feiern. Zuhause wird sie auch schon schmerzlich vermisst, vor allem von ihrer Freundin, die gerade Mama geworden ist. Sie möchte Annika endlich ihre kleine Tochter vorstellen. Heiligabend kommt erst mal die ganze Familie zusammen. Für das traditionelle Weihnachtsessen hat Annika eine Flasche Gin aus Oslo im Gepäck.

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